AI-OS: Wie Philipp mit Claude ein KI-Betriebssystem baut, das sein ganzes Business steuert
Philipp Pauli baut mit Claude ein AI Operating System: alle Tools verbunden, Aufgaben laufen von selbst. Über den Moment, in dem ein Kundenprojekt ohne Mitarbeiter fertig wurde.
Was, wenn ein einziges System dein komplettes Business steuern könnte, und du ihm nur noch sagen musst, was zu tun ist?
Philipp Pauli ist Informatiker und AI-Architekt und baut individualisierte KI-Automationssysteme für E-Commerce-Brands. Wir kennen uns seit Jahren, damals von einer Mastermind auf den Kanaren, und sind heute beide tief im Thema AI. Im Zentrum der Folge: sein AIOS, ein AI Operating System aus lauter Konnektoren. Ein System, dem du nicht einzelne Aufgaben beibringst, sondern das lernt, alles zu können. Seit März baut er es für sich selbst, jetzt rollt er es an Kunden aus.
Worüber wir sprechen
Philipps Weg vom ersten ChatGPT-Moment über N8N mit AI-Schritten bis Claude Code. Was auf dem Rechner passiert, wenn Notion, Slack, Google Workspace und N8N mit Claude verbunden sind. Der Aha-Moment: Ein Mitarbeiter wird krank, das Kundenprojekt ist trotzdem in Minuten fertig. Warum Marketer und Founder sich ihre Software heute selbst bauen (ich spare 350 € im Monat, weil ich meinen Funnel-Builder ersetzt habe). E-Com-Use-Cases im Detail: Creatives on scale, automatisierter Support, Bestands- und Datenanalyse. Dazu Tool-Talk: Claude Code vs. Antigravity vs. Cursor und der 3-Monitor-Workflow.
Was geht, ist nicht mehr begrenzt von dem, was du bauen kannst — sondern nur noch von dem, was du dir vorstellen kannst.
Philipp Pauli
Kapitel
Klick auf eine Marke springt im Video zur Stelle.
Key Takeaways
- Systeme modellagnostisch aufbauen: Das AIOS so bauen, dass es beim nächsten besseren Modell von OpenAI oder Google einfach weiterläuft — keine harte Bindung an Claude Code & Co.
- Ein AIOS ist 'ein System, dem du beibringst, alles zu können': Claude per MCP mit Google Workspace, Slack, Notion und N8N verbinden — dann reicht eine Anweisung statt fünf Programmen.
- SaaS kritisch prüfen: Von 100 Funktionen nutzt man drei — Paul ersetzte seinen 350-€/Monat-Funnel-Builder durch eine in Minuten selbst gevibecodete Lösung inklusive Backend.
- Kritische Automationen stufenweise ausrollen: Philipps Call-zu-Task-Agent legt Aufgaben erst nur gelabelt in Notion ab (Human in the Loop), bevor er sie später selbstständig ausführen darf.
- Videos über 15 Sekunden gehen heute schon: Seedance-Szenen mit ElevenLabs-Voice per LipSync-Modell fusionieren — Referenzbilder halten die Charaktere über Szenen konsistent.
Tools aus der Folge
- Claude Code — Herzstück von Philipps AIOS: an alle Business-Tools angeschlossen, automatisiert seit März sein komplettes Geschäft und wird jetzt an Kunden ausgerollt.
- Cursor — Philipps IDE der Wahl nach Antigravity-Bugs — läuft stabil bei vier parallelen Projektfenstern auf drei Monitoren.
- Antigravity — Monatelang genutzt und benutzerfreundlicher als Cursor, aber bei parallelen Fenstern zu instabil — Kinderkrankheiten des jungen IDE.
- Lovable — Philipps erster Vibe-Coding-Versuch: der Schachtrainer V1 — gute Oberfläche, aber die AI dahinter verstand Schach damals zu schlecht.
- N8N — Automationen mit AI-Entscheidungsschritten statt hart kodierter Pfade — Philipps Vorstufe zum Vibecoding, heute direkt mit Claude verbunden.
- ChatGPT — Philipps Einstieg (Marketingtexte); heute ist ChatGPT Image 2.0 für ihn das beste Bildmodell — inklusive weitgehend fehlerfreiem Text im Bild.
- Seedance — Videogenerierung mit Referenzbildern für Charakterkonsistenz — limitiert auf 15 Sekunden pro Clip und schwach bei deutscher Sprache.
- ElevenLabs — Liefert die deutsche Voice, die per LipSync-Modell Szene für Szene mit den Seedance-Clips fusioniert wird.
- Higgsfield — Seit Kurzem gut mit Claude verbindbar und schnell aufgesetzt — aber pro Bild zwei- bis fünfmal teurer als Alternativen.
- Krea — Die günstigere Plattform-Alternative (frisch umbenannt) für Content-Erstellung in großen Stückzahlen bei E-Com-Kunden.
- Notion — Task-Manager im AIOS: Der Agent legt aus Call-Transkripten Aufgaben an und labelt, ob Philipp oder die KI sie erledigen muss.
- Perspective — Funnel-Builder, bei dem Paul seit 2018 Kunde war (350-500 €/Monat) — ersetzt durch eine selbst gebaute Funnel-Landingpage mit eigenem Backend.