Sprechstunde · Folge 10
Von Onlinekursen zur KI-Agentur in 3 Monaten mit Lukas Lanx
Lukas Lanx hat sein Onlinekurs-Geschäft abgeschaltet, obwohl es lief. Der Grund sind die Zahlen: 48 Prozent der Käufer starten den Kurs nie. Heute baut er von Dubai aus KI-Systeme für den Mittelstand.
Lukas Lanx hat zwei Jahre lang Onlinekurse für Unternehmer geschrieben. Als Ghostwriter, von der Gliederung über den Fragebogen bis zum fertigen Folienskript. Dann hat er das Geschäft abgeschaltet. Nicht weil es nicht lief, sondern weil er die Abschlussquoten kennt: 48 Prozent der Käufer starten den Kurs nie, 3 bis 12 Prozent sehen ihn zu Ende. Heute baut er von Dubai aus KI-Systeme für mittelständische Unternehmer.
Worüber wir sprechen
- Wie ein Onlinekurs-Ghostwriter arbeitet, und warum Lukas selbst nie wieder einen produzieren würde
- Die Zahlen hinter dem Kursgeschäft, und warum ein Kurs als bezahlter Lead-Magnet ehrlicher ist als als Produkt
- Der Switch von n8n zu Claude, und warum er bei Automatisierungen anderthalb Jahre zu spät dran war
- Die Wellen im Kundengeschäft: erst Coaching, dann E-Mail-Klassifizierung, jetzt Dashboards
- Akquise über Netzwerk und Empfehlungen, dazu Upwork als unterschätzter Zusatzkanal
- SEO und GEO: wie Kunden ihn über Claude und Google finden, ohne dass er etwas dafür tut
- Warum er nichts mehr verkauft, das er vorher zu 100 Prozent versteht
- Die 80/20-Grenze zwischen dem, was KI liefert, und dem, was Business-Erfahrung bleibt
- Welche Tools rausgeflogen sind, von Go High Level über Canva bis zum CRM
- Mitarbeiter der Zukunft: Contractor auf Projektbasis statt Festanstellung
48 Prozent starten nicht mal. Das ist die Regel, nicht die Ausnahme.
Lukas Lanx
Kapitel
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Key Takeaways
- Onlinekurse taugen kaum noch als Wissensprodukt: 48 Prozent der Käufer starten nie, nur 3 bis 12 Prozent sehen den Kurs zu Ende. Verkauft wird faktisch die Verpackung, nicht der Inhalt.
- Der ehrlichere Einsatz eines Kurses ist der bezahlte Lead-Magnet. Wer den Kurs schaut, ist Bonus, nicht Geschäftsmodell.
- Verkauf, bevor die Lösung fertig ist. Wer erst baut und dann anbietet, verbrennt Monate an etwas, das am Ende keiner braucht.
- KI erledigt rund 80 Prozent der Umsetzung. Die restlichen 20 Prozent sind Business-Erfahrung, und die lässt sich nicht als Prompt einkaufen.
- Tools mit austauschbarer Funktion, Funnel Builder, CRM, Kursplattform, rechnen sich kaum noch, wenn ein Supabase-Backend plus selbst gebautes Frontend in zwei bis drei Wochen steht.
Tools aus der Folge
- Claude Code — Der Auslöser für Lukas' Switch zur KI-Agentur: baut Frontends, Plattformen und komplette Kundensysteme.
- n8n — Sein erster KI-Anlauf. Nach einem Monat gemerkt, dass er anderthalb Jahre zu spät auf den Automatisierungs-Zug aufgesprungen war.
- Go High Level — Jahrelang sein Lieblingstool für Onlinekurse und Funnels, im März/April gekündigt, weil sich alles selbst bauen lässt.
- Supabase — Backend für selbst gebaute Plattformen inklusive verschlüsselter Passwörter, Basis für eigene CRM-Lösungen.
- Netlify — Lukas' Hosting-Standard, auf Empfehlung eines Freundes gewählt statt Vercel.
- Railway — Sein VPS-Setup neben Netlify.
- Brevo — Bleibt für E-Mail und Newsletter im Stack, angebunden ans eigene System.
- Upwork — Anfangs nur zum Einkaufen von Freelancern, inzwischen starker Akquisekanal mit Kunden von Sydney bis New York.
- Perspective — Pauls Funnel-Builder über acht Jahre, dieses Jahr fast komplett abgeschaltet und selbst nachgebaut.
- Canva — Eines der Tools, deren Kündigung Lukas' LinkedIn-Post mit über 170.000 Impressionen ausgelöst hat.
- HubSpot — CRM-Ziel in einem End-to-End-Sales-Prozess, den Lukas für einen Kunden entworfen hat.